, Giesinger Michael

Mut, Risiko und Erfolg: Sarah Dlapkas Weg nach Vorarlberg

Ein neuer Wohnort, ein neue Trainingsgruppe und eine neues Trainer- und Betreuerteam - eine große Entscheidung: Sarah Dlapka hat vor einem Jahr den mutigen Schritt gewagt und ist von Oberösterreich nach Vorarlberg gezogen, um sich sportlich weiterzuentwickeln. Wie es ihr hier gefällt, welche Herausforderungen sie meistern musste und warum sie die Entscheidung keinen Moment bereut, erzählt sie uns im Interview.

Der Wechsel von Oberösterreich nach Vorarlberg war für Sarah Dlapka kein leichter, doch mit der Unterstützung ihrer Familie wagte sie den Schritt. Mittlerweile ist sie angekommen, sowohl sportlich als auch privat. Im Gespräch gibt sie spannende Einblicke in ihr Training, den Alltag in Vorarlberg und ihre sportlichen Ziele für die Zukunft.

Sarah, vor einem Jahr bist du nach Vorarlberg gezogen, um hier zu trainieren. Wie schwer war diese Entscheidung für dich?

Die Entscheidung war schon schwierig, aber meine Familie hat mich sehr unterstützt. Mein Vater hat mir gesagt: "Warum nicht? Probier es aus, schau, wie es dir gefällt." Und so habe ich das Risiko gewagt.

Und wie fällt dein Fazit nach einem Jahr aus?

Ich bereue es absolut nicht! Im Gegenteil, ich bin voll zufrieden. Ich habe mich sportlich weiterentwickelt und auch persönlich viel dazugewonnen.

Was war der ausschlaggebende Punkt für deinen Wechsel nach Vorarlberg?

Hauptsächlich das Trainingsumfeld und wegen meiner Doppel- und Mixedpartner. Ich wollte mich weiterentwickeln, und hier habe ich die optimale Unterstützung – sei es von den Trainern oder durch das professionelle Athletiktraining.

Was macht das Training in Vorarlberg besonders?

Es ist sehr strukturiert, und die Trainer achten stark auf die individuellen Stärken und Schwächen der Spieler. Das Athletiktraining spielt eine große Rolle, was mir besonders hilft. Außerdem bekomme ich viel physiotherapeutische Betreuung, was für mich sehr wichtig ist.

Wie läuft deine Zusammenarbeit mit der Physiotherapeutin Saskia ab?

Wir haben feste Physiozeiten, die von unserem Trainer organisiert werden. Ich halte täglich Kontakt mit Saskia, um zu besprechen, wie es mir geht und ob es Verbesserungen gibt. Das gibt mir ein großes Sicherheitsgefühl.

Neben dem Sport – wie hast du dich hier privat eingelebt?

Sehr gut! Vorarlberg ist ein bisschen ländlicher, die Menschen sind offen und freundlich. Ich habe schnell Anschluss gefunden, sowohl in der Schule als auch im Internat.

Wie sieht eine typische Trainingswoche für dich aus?

Montag bis Freitag ist durchgetaktet mit Badminton- und Krafttraining, Physio und Schule. Am Wochenende stehen Turniere, Bundesliga oder freie Zeit an – aber meist ist irgendwo ein Wettkampf.

Was war dein sportliches Highlight bisher?

Definitiv der neunte Platz bei der EM mit Anja Rumpold. Aber auch der dritte Platz bei der Staatsmeisterschaft war ein tolles Erlebnis – besonders nach meiner Verletzung.

Welche Ziele hast du für den Rest der Saison?

Es ist mein erstes Jahr im Erwachsenenbereich, daher möchte ich mich bestmöglich etablieren. Gemeinsam mit Lena Rumpold im Doppel will ich bei Future-Series-Turnieren gut abschneiden.

Welche Tipps würdest du jüngeren Spielern geben, die auch über einen Wechsel nachdenken?

Wenn du liebst, was du tust, dann mach es! Und wenn du Angst hast, etwas Neues zu wagen – genau dann solltest du es erst recht tun. Risiko gehört zum Sport dazu.

Würdest du den Schritt nach Vorarlberg wieder machen?

Ja, definitiv. Aber ich würde es nur jemandem empfehlen, der sich sicher ist, dass er es wirklich will. Sonst fehlt der letzte Antrieb.

Und zum Schluss – wie ist das Teamgefühl in Vorarlberg?

Einfach genial! Wir unterstützen uns gegenseitig, fiebern bei Turnieren mit und motivieren uns. Das macht unglaublich viel aus und hilft mir jeden Tag.

Danke für das Gespräch, Sarah!